Konnichi wa!

August 31, 2006

ganz und gar Tempel

Gespeichert unter: Honshu-Tempel bei Hamasaka — daninjapan @ 6:59

Hallo! Morgen findet eine 5taegige Seshin an. Ich werde mich auch danach mehr auf das Tempelleben konzentrieren. Vielen Dank dass Ihr mich begleitet habt!

Wuerde gerne ein paar Fotos hinterlassen, aber die Verbindung hier laesst es leider nicht zu.

Bis dann!  

August 29, 2006

bleibe hier

Gespeichert unter: Honshu-Tempel bei Hamasaka — daninjapan @ 4:58

Mir gefaellt im Tempel nun ganz gut. Anfangs fiel es mir schon schwer, all die Regeln… . Nun habe ich mich schon fast daran gewoehnt. Ich bleibe vorerst fuer 2 Monate hier, vielleicht dann sogar laenger.

Mir gefaellt es, jeden Tag zu meditieren, zu arbeiten und die Natur drumherum. Die Ruhe ist wunderbar…nur noch in meinem Kopf ist es manchmal recht laut. Wenn wir morgens meditieren, oh je, das ist hart. Um 4 bis 5, dann kurzen gehen und dann wieder bis 6 Uhr. Ich bin super muede. Mir faellt es schwer die Augen auf zu halten. In der Abendmeditation sind es dann eben die Gedanken und Gefuehle die kommen und gehen, ja wirklich wie Wolken die vorbeiziehen. Es ist irgendwie sehr klaerend. Ich meine ich nehme mir nicht vor nachzudenken, aber wenn die Gedanken/ Gefuehle kommen, dann gehen sie auch wieder fast von allein, sie loesen sich auf…. das Problem oder die Begebenheit die mir in den Sinn kommen, klaeren sich dadurch das ich ihnen voelliger Ruhe ihnen begegne. Ich kann loslassen. Das ist toll, vorerst. Bin gespannt was mir noch so wiederfaehrt und wie es ist, wenn man 5 Tage lang nichts anderes macht als meditieren von frueh bis spaet.

Sonst wenn ich nicht arbeite oder esse, dann entspanne ich mich. Ich habe ein Zimmer zum zurueckziehen. Das ist sehr gut. Hier gibt es auch eine Bibliothek und Ping Pong, naja und eben die Natur. An freien Tagen schafft man es auch ins naechste Dorf, Hamasaka. Ich sehne mich nach was suessen zu drinken, wie etwas Apfelsaft oder gar mal ein Cola. Ein bisschen Obst waere auch nett… .

Das Essen ist hier wirklich gut. Immer viel Abwechslung, frisches Gemuese, brauner Reis, Miso etc..

August 26, 2006

angekommen!

Gespeichert unter: Honshu-Tempel bei Hamasaka — daninjapan @ 4:43

Nach einer Nachtfahrt mit dem Bus und Weiterfahrt mit Bahn und noch mal Bus, dann folgend mehr als 1 h zu Fuss mit Gepaeck den Berg rauf, vorbei an Zedan-und Bambuswaeldern, bin ich endlich angekommen. Es war anstrengend, aber die Natur hier ist atemberaubend! In Kyushu war es eher sehr kuenstlich, nur Zedanbaeume in Reih und Glied.

Der Tempel ist schoen. Viele Leute leben hier, sind zu Besuch. Ich haette nie so viele Leute erwartet! Leute von ueberall, natuerlich Japan, Deutschland dann Amerika, Ukraine, Tschech., Polen, Australien usw.. Ist das nicht erstaunlich? So viele recht junge Leute v. a. die sich fuer Zen interessieren!

Es geht schon sehr zur Sache hier. Sehr streng, viele viele Regeln! Viel Arbeit, schnelles Essen, viel Meditation (tgl. ab morgens um 4 bis 6…dann Arbeit, essen etc. und Meditation am Abend von 6-8, dann frei). In Abstaenden machen sie hier 3-5 taegige Seshins – reine Meditation und Kinhin, also meditativen gehen. Naechsten Monat dann wieder. Allerdings ich weiss noch nicht wie lange ich hier bleibe. Bis jetzt mag ich schon, auch wenn es mir zu streng ist. Werde mich in einigen Tagen entscheiden.

Heute haben wir den restlichen Tag frei. Am Abend gibt es eine Party. Bin gespannt, die Leute sind dann lockerer (frei von Zenregeln). Der Abt hier ist uebrigens Deutscher. Er ist nett.

O.k. melde mich wieder.

Viele Gruesse!

August 24, 2006

auf dem Weg Richtung Honshu

Gespeichert unter: Fukuoka — daninjapan @ 9:04

Ich nutze mal wieder eines der hier viel genutzten Internetcafes….die nicht nur Internet bieten, sondern auch TV, DVD, Comic usw.. Du kannst jederzeit eine Dusche nehmen, in deine Kabine zurueck, dich in eine Decke huellen und wieder gemuetlich vor dem PC oder TV Platz nehmen. Ist das nicht crazy? Sie bieten hier sogar div. Utensilien wie Wechsel T-Shirt, Unterwaesche, Oropax, Haarspray und vieles vieles mehr zum Verkauf an.

Bin jedenfalls gerade in Fukuoka. Das ist die groesste Stadt von Kyushu, noerdlich gelegen.

Ich muss Euch unbedingt noch etwas mitteilen. Die Stadt hier ist soooo langweilig! Wenn du nicht vorhast oder kein Geld hast was zu kaufen, dann gibt es hier kaum was zu tun. Kaum Tempel, die Ausstellung sind zu teuer und Parkanlangen gibt es so gut wie garnicht.

Aber was hier ungehaeuer guenstig ist, sind Tiere. Es werde Hunde auf der Strasse fuer ca. 8 EUR!!!! verkauft! Junge Hunde! Ich haette sie so gerne befreit! In Zoolaeden kann man sogar Affen kaufen und noch viel mehr Hunde… .

traurig

August 23, 2006

Buddha im Herzen

Gespeichert unter: Allgemeines — daninjapan @ 1:06

Ich werde Kyushi/ Oguni verlassen und morgen frueh mich auf den Weg nach Honshu begeben. Dort gibt einen Zentempel, den ich sehr gerne besuchen moechten. Werde vielleicht einige Zeit bleiben, zum meditieren, arbeiten und studieren.

 melde mich wieder…

Arbeiten?

Gespeichert unter: Aso — daninjapan @ 5:53

What are they doing?

danielafoto2-045.jpg           danielafoto2-044.jpg   Hmmm, looks like working.

And me? Oh, I make some nice pictures, relaxing, drinking tea and thinking about „slow economy“.

Happy Life!

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August 22, 2006

„Slow economy“

Gespeichert unter: Aso — daninjapan @ 1:12

Gestern war ein, wir wuerden sagen, „Junior“ Professor im TAO Center.

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Sein Thema „Slow Economy“ war eigentlich recht interessant, obwohl wenn ich japanisch verstehen koennte dann waere es noch viel interessanter gewesen. Zum Glueck hat Benji (Englischlehrerin hier im Dorf) ab und zu uebersetzt.

Ich weiss nicht so genau, aber ich dachte in Deutschland ist das eigentlich recht bekannt, groesserer Profit durch mehr langhaltiges Handeln. Zum Beispiel in Fragen des Konsums, durch Kauf regionaler Produkte foerdern wir langhaltig unsere regionale Wirtschaft. Hingegen wenn wir all die Massenprodukte (Wallmart, MacDonalds, div. Produkte aus China etc.) kaufen/ konsumieren, ist dies zwar ein schnelles Vergnuegen, doch auf laengere Sicht hin betrachtet ein grosser Verlust unserer eigenen Schoepfungskraft. Die schnelle Produktion, der schnelle Konsum etc. ist von kurzzeitiger Freude.                              

Oh, ja … ich liebe das Internet und ich finde es klasse so mal eben in den Laden zu gehen und mir einen Apfelsaft, einen Snack oder aehnliches zu kaufen. Oder zum Beispiel auch die 100 Yen Shops…ich liebe sie, gerade jetzt wo ich besonders sorgfaeltig mit meinem Guthaben umgehen muss.

Eine Dame aus Oguni hier meinte in der anschliessenden Diskussion, ihr falle es schwer den Konsum umzustellen – die Gewoehnung, die Erwartungen im Umfeld usw… . Ja, das ist es wohl. Aber es tut gut Dich gesund zu ernaehren, die Umwelt zu erhalten und mit wenig materiellem zu leben. Ja, es macht gluecklich :-) . Wer koennte ohne Sauerstoff ueberleben, wer liebt es nicht klares frisches Wasser zu trinken, frischen Obst direkt von den Baeumen zu naschen oder einfach nur reine klare Luft statt Feinstaub zu atmen…..?

Als ich mich fuer die Reise hier vorbereitet habe, musste ich mein Hab und Gut verkleinern. Ich habe geschaut, was brauche ich eigentlich wirklich? Kleidung, Buecher, Papier, Stifte etc.. Es tut so gut ohne unnoetigen Krempel, aber es tat mir auch leid wegen des Muells der bei Entsorgung entstand. Oh…. ich werde jetzt so sorgfaeltig darauf achten, was ich brauche oder nicht. Und ich wuenschte mir noch mehr Menschen wuerden lieber weniger statt mehr kaufen und konsumieren! Wir bestimmen wie schnell oder langsam die Wirtschaft tickt.

August 21, 2006

Die Frau aus den Bergen von Shikoku…

Gespeichert unter: Aso — daninjapan @ 6:50

Seit einigen Tagen arbeitet hier auch eine Frau aus Shikoku. Das ist die oestliche Insel Japans. Unglaublich was sie mir heute so erzaehlt hat! Sie lebt in den Bergen mit Mann und drei Kindern, weit ab von staedtischer Geschaeftigkeit. Das heisst sie muss alles was sie so benoetigt von der Kleinstadt unten holen. Das ist ungefaehr 1 Stunde Fussweg und 1,5 h wieder hinauf, ich meine wirklich sie muss ALLES rauftragen. Zuersteinmal das Gas zum Kochen, dann das Gemuese, Reis, Haushaltswaren usw. fuer 5 Personen! Hinzu kommt, das die Kinder alle auch in die Schule oder in den Kindergarten muessen, dass heisst sie muss jeden Tag runter und dann wieder hoch. Am Nachmittag muessen die Kinder aber wieder abgeholt werden! Das waeren ca. 5 Stunden reine Beinarbeit! Und wenn man noch was Gekauften tragen muss, dann wird es recht heavy. Ok, ich muss einfuegen dass sie immer wieder Unterstuetzung durch solche wie meinerseits erfaehrt, Menschen die einmal solch ein Leben erfahren moechten und helfen.

Damit aber nicht genug! Dann hat sie mir erzaehlt dass bevor sie vor 10 Jahren mit 28 Jahren in die Berge zog, ihr Mann dort ohne Elektrizitaet, Telefon oder einen Pfennig Geld gelebt hat. Er hat von Bienenhonig, angebauten Gemuese, ein wenig Reis und etwas Fruechten wie Pflaumen gelebt hat und das so ca. 7 Jahre lang! d.h. bis 1995 und selbst so gewollt!

Heute leben sie etwas einfacher, mit Elektrizitaet, Telefon, Kuehlschrank etc., ABER niemand verdient Geld, nur ein wenig durch Honig- und Marmeladenverkauf! Den Rest bekommen die Kinder vom Staat (immerhin 3 Kinder) ca. 140 EUR fuer alle. Unterstuetzt werden sie durch Freunde, die das Leben dieser Familie bewundern. Es ist schon fast uebernatuerlich fuer eine industrialisierte Gesellschaft wie Japan. Es gibt hier sehr sehr sehr sehr wenig Menschen, v. a. Familien mit Kleinkinder die so etwas auf sich nehmen (vielleicht ist es sogar die Einzigste). ABER: sie sind gluecklich, sie moechten diesen Weg gehen! Und ich schaue mir diese Frau an und glaube ihr.

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(PS: Foto natuerlich mit ihrer Genehmigung, wie bei nahezu allen Personenfotos auf diesem Blog…)

August 20, 2006

Leben in Oguni

Gespeichert unter: Aso — daninjapan @ 10:13

Heute bin ich halb sechs aufgestanden. Normalerweise gehen wir um 6 Uhr oder 6.30 zur Farm. Ich finde es wunderbar so frueh aufzustehen, mit der Sonne zu leben. Wenn man es frueh ins Bett schafft ist es auch ueberhaupt kein Problem. Und hier ist es auch besonders einfach. Gestern habe meinen Spaziergang mal auf dem Abend so gegen 9 Uhr verlegt. Die Strassen sind super leer. Es ist ruhig, nichts los. Klar. Was soll auch los sein hier im Dorf. Wenn ich Geld haette koennte ich in die Bar gehen :-) . Das wars…ach nein, da ist noch ein Kino, aber macht auch nicht viel Sinn fuer mich in japanisch… .

Hier im Dorf gibt es (von einem Regierungsbuero in Oguni ausgehend) auch einen zusaetzlichen Rythmushalter. Das heisst morgens um 6 Uhr wird man durch Musik aus Lautsprechern geweckt (aber in recht angenehmer Weise), Mittags um 12 wird man an die Mittagszeit erinnert, dann wieder um 6 zu Abend und um 9 Uhr zum schlafen gehen!!! Wie findet ihr das???

August 18, 2006

Ich enthalte Euch nichts :-) …noch mehr aus Oguni :-)

Gespeichert unter: Allgemeines — daninjapan @ 9:26

Heute bin ich im Manganji Tempel gewesen. Dieser wurde vor ungefaehr 700 Jahren gebaut als die Mongolen (mit Hilfe koreanischer und chinesischer Streitkraefte) nach Japan einmarschieren wollten. Dieser Tempel ist besonders bekannt, weil man sich hier der religioesen Praxis betaetigte um die Invasion abzuwehren. UND? Tatsaechlich haben die Japaner gewonnen! Ein Taifun durchquerte den Weg der Mongolen.

Unter Leitung von Kublai Khan, damaliger Kaiser von China, wurden mehrere Invasionsversuche zwischen 1274 und 1281 gestartet, die alle erfolglos blieben. Wissenschaftler schreiben vor allem dem damaligen Taifun, auch Goetterwind (Kamikaze), dabei eine besondere Bedeutung zu.

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Nun ja, aber wieder zurueck in die Gegenwart. Ich war heute in einem Supermarkt und ich dachte ich sehe nicht richtig. Hier wird das Gemuese EINZELN verpackt! Ja jede einzelne Mohruebe!!:

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Und dessen nicht genug, mit Farbstoffen wird hier wahrlich nicht gespart:

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